Problem: Motivation

Wie motiviere ich mich zum täglichen Training?

Der größte Gegner beim Sporttreiben sind meistens gar nicht mal die eigenen Pfunde oder die Zeit. Die größte Hürde stellt der innere Schweinehund dar. Und der kann es ganz schön in sich haben. Einmal kann man das Training doch ausfallen lassen. Und wenn man nur dieses eine Mal das Training etwas abkürzt, was ist da schon dabei? So fängt meist schleichend der Prozess an, an dessen Ende dann einfach gar nicht mehr trainiert wird. Der Heimtrainer verkommt zum Staubfänger, das vorübergehende Bäuchlein wird zum langfristigen Begleiter.
„Später“ ist der kleine Bruder von „morgen“. Und „morgen“ wiederum ist das kleine Geschwisterchen von „nie“. Doch wie kann man sich langfristig zum Training motivieren? Wir haben ein paar Tipps zusammengesucht, vielleicht ist ja etwas Passendes für Sie dabei.

  1. Assoziieren sie das Training mit etwas Positivem
    Wenn wir verstehen, wie unser Unterbewusstsein arbeitet, können wir uns oft selbst austricksen. Eine immer wieder praktische Erkenntnis in dieser Richtung: Wenn Dinge oft genug miteinander in Verbindung auftreten, dann geht unser Gehirn unterbewusst von einem kausalen Zusammenhang aus. Dadurch werden auch unsere Gefühle bezüglich der parallel auftretenden Ereignisse/Aktionen vermischt. Was das für unser Training heißt? Verbinden Sie Ihren Sport mit etwas, das Sie mögen. Hören Sie nebenbei Ihre Lieblingsmusik. Stellen Sie den Heimtrainer ins Wohnzimmer und schauen Sie Ihre Lieblingsserie, während sie in die Pedale treten.
    Haben Sie das oft genug getan, wird das Gehirn den Sport mit den bereits vorhandenen positiven Gefühlen Ihrer Musik/Ihrer Serie gegenüber verknüpfen und es entwickelt sich eine angenehme sowie konstruktive Grundhaltung zum Training.
    Den inneren Schweinehund muss man auch hier natürlich ab und zu überwinden, aber es fällt deutlich leichter.
  2. Feste Trainingszeiten
    Feste Strukturen sind immer hilfreich, ganz besonders wenn die anstehenden Aktionen anstrengend sind. Es gibt durchaus Menschen, die ohne festen Trainingsplan auskommen. Und wenn man trotz eher spontaner Trainingssessions sein Pensum voll bekommt, dann spricht (außerhalb des Leistungssports) nichts gegen eine solche Vorgehensweise.
    Wer aber ein wenig Probleme dabei hat, sich zum Sport zu motivieren, dem können feste Trainingszeiten sehr helfen. Denn ein Training weiter aufzuschieben, das irgendwann halt noch absolviert werden muss, das ist sehr einfach. Einen festen Trainingstermin zu verschieben, das ist schwieriger.
  3. Trainieren Sie morgens
    Es mag erst einmal lästig klingen, aber Frühsport hat viele Vorteile. Wenn man sich einmal überwunden hat, kommt der Kreislauf so richtig in Schwung und man startet viel vitaler in den Tag. Man beginnt den Tag außerdem bereits damit, etwas geschafft zu haben. Da mag der Job noch so frustrieren oder herumstressen, man hat schließlich schon etwas Sinnvolles getan heute und kann alles gelassen nehmen.
    Ein weiterer Vorteil: Morgens hat man noch Energie. Nach einem stressigen Arbeitstag fehlt oft der Antrieb dazu, in irgendeiner Form sportlich aktiv zu werden. Da fällt die Überwindung doppelt schwer.
  4. Finden Sie „Ihr“ Trainingsgerät
    Genau wie beim Essen jeder einen anderen Geschmack hat, bevorzugt auch jeder eine andere Art Heimtrainer. Probieren Sie also ruhig verschiedene Sportgeräte aus. Sind Sie eher der Typ für ein Fahrrad-Ergometer oder bevorzugen sie Crosstrainer? Sind sie mit einem Laufband am besten beraten? Kommt eventuell ein Rudergerät in Frage?
    Überlegen sie sich genau, an welcher Art Bewegung sie am meisten Spaß haben.
  5. Haben Sie Spaß!
    Es mag erst einmal banal klingen, wird aber leider oft vernachlässigt. Sport soll letzten Endes auch Spaß machen. Wer sich verbissen durch ein Trainingsprogramm quält, ohne ein wenig Spaß an der Sache zu finden, der macht etwas falsch. Gestalten Sie Ihr Training so, dass es Ihnen Freude bereitet.
    Und wie so oft gilt auch hier: Der Hunger kommt beim Essen. Selbst wenn man keine Lust auf Sport hat, macht es dann letztlich doch Spaß, sobald man sich überwunden hat.

Vielleicht war ja der eine oder andere nützliche Tipp für Sie dabei. Wir hoffen, dass wir helfen konnten und wünschen beim Training alles Gute und viel Erfolg!